Straßburg – eine Stadt für Vegetarier, Veganer, Menschen mit Unverträglichkeiten und alle Normalos

///Straßburg – eine Stadt für Vegetarier, Veganer, Menschen mit Unverträglichkeiten und alle Normalos

Reisebericht Straßburg

Heute habe ich wieder einen neuen Tipp für euch. Mich hat es neulich übers Wochenende nach Straßburg gezogen. Südliches Flair direkt im Nachbarland – was will man mehr?

 

Die Anreise: Just around the corner!

In nur zwei Stunden ab Frankfurt, kannst du die Hauptstadt der früheren Region Elsass mit der Bahn erreichen. Heute gehört die Stadt zur Region Grand-Est. Von der Fahrzeit ist Straßburg perfekt für einen Wochenendausflug. Abends angekommen, war ich zuerst total beeindruckt vom Hauptbahnhof, dessen historischem Gebäude eine Glaskuppel übergestülpt wurde, um die Substanz des historischen Bahnhofsgebäudes zu schützen.

Mit meinem Köfferchen lief ich zu meiner Unterkunft. Für Straßburg kann ich euch leider keinen Hoteltipp geben, da ich privat untergekommen war. Auf dem Weg durch die Innenstadt war ich schon ganz begeistert. Ich hatte angenommen, dass ich eine der wenigen sein würde, die um die Zeit noch unterwegs sein würde. Da hatte ich mich aber geschnitten. Die Straßen, Cafés und Bars waren gefüllt mit Einheimischen und Touristen.

Straßburg liegt zwar gerade mal sechs Kilometer von Deutschland entfernt, ich hatte aber sofort das Gefühl im Süden zu sein.

 

Straßburger_Flair

Straßburger Flair – die kleinen Kanäle verleihen der Stadt eine Gemütlichkeit

 

Häuserzeile_Fleet

Häuserzeile am Fleet – in Straßburg gibt es viele Fachwerkhäuser

 

Ansicht_Häuser

Ansicht Häuser – unten direkt am Wasser gibt es zwei kleine Cafés zum draußen sitzen

 

Das Essen: Für jeden was dabei…

Eine der wichtigsten Sachen im Leben und im Urlaub ist doch das Essen. 🙂 Wen es nach Straßburg zieht, der sollte unbedingt die regionalen Spezialitäten probieren. Viele davon kennen wir natürlich auch aus Deutschland, wie beispielsweise Flammkuchen, Brezeln, Spätzle und Leberknödel. Selbstverständlich gibt es auch in Straßburg Restaurants mit französischen Köstlichkeiten wie Quiche, Bouillabaisse etc.

Für Vegetarier, Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz sind die französischen Spezialitäten leider nicht so gut geeignet. Verhungern tut in Straßburg, bei der Restaurant- und Café-Dichte, aber mit Sicherheit keiner. In den Fußgängerzonen reiht sich ein Café an das nächste. Wir hatten uns kleine Cafés und Restaurants gesucht, die etwas abseits gelegen waren bzw. bei den Einheimischen gut ankamen.

Mittags hatten wir den kleinen libanesischen Imbiss humous & co entdeckt – für Veganer, Vegetarier und auch alle anderen sehr zu empfehlen. Zum Sitzen nicht der große Hit, aber das Essen ist sehr lecker… Humus, Mousakka, Salate und viele andere Leckereien erwarten die Besucher. Wer gemütlich sitzen möchte, lasst euch das Essen doch einfach einpacken und sucht euch eine schöne Bank an einem der Kanäle. Übrigens, Frankreich ist bei vielen Dingen teurer als wir es aus Deutschland kennen. So auch bei Lebensmitteln und Getränken. Das humous & co ist für französische Verhältnisse recht günstig.

Abends saßen wir mal im Le comptoir d’Eugene – Pommes oder Kartoffelecken gibt es ja zum Glück überall. Leider war der Service nicht so umwerfend. Es hat etwas gedauert, bis wir unsere Getränke bestellt hatten. An einem anderen Abend hatten wir uns für East Canteen – einen Asiaten – entschieden. Da findet jeder was. Straßburg hat insgesamt zahlreiche Restaurants unterschiedlicher Küchen.

Vor unser Rückreise waren wir im PUR in der Grand Rue. Hierbei handelt es sich um eine Kette mit mehreren Filialen in Straßburg und dem übrigen Frankreich. Das Restaurant hat leckere warme und kalte Kleinigkeiten in Weckgläsern. Alles ist mit Schildern gekennzeichnet, so dass auch Vegetarier, Veganer und Menschen mit Laktoseunverträglichkeit schnell identifizieren können, was für sie geeignet ist. Du kannst dort essen oder es dir auch einpacken lassen. Die Säfte sind sehr beliebt gewesen. Preislich ist es nicht ganz so günstig.

Wir hätten gerne noch dem einen oder anderen Restaurant einen Besuch abgestattet, der Aufenthalt neigte sich aber leider schon dem Ende. Der kleine Mexikaner La Cocina in der Grand Rue soll sehr leckere vegetarische Wraps anbieten. Beim nächsten Mal dann! 😉

 

Die Supermärkte: Gefäße bitte mitbringen

Ein kleiner Tipp noch für Selbstversorger: Straßburg hat natürlich auch einige Supermärkte. Ein paar arbeiten ohne Verpackung. Vielleicht habt ihr schon mal von dem Konzept gehört, wir haben es uns jeden Falls mal näher angeschaut. Uns zog es in den Biocoop, der erst Anfang April eröffnet hatte. Insgesamt gibt es zwei Biocoop-Fillialen in Straßburg. Du bringst entweder deine Gefäße selber mit oder kaufst sie vor Ort ein – ob Gläser oder Baumwollsäcke – es gibt unterschiedliche Transportmöglichkeiten. Wer seine Gefäße selbst mitbringt, geht vorher zur Kasse, lässt sie wiegen und erhält dafür einen Aufkleber. Anschließend kannst du die Behältnisse mit einer Zutat befüllen. An der Kasse bezahlst du dann einfach nur den tatsächlichen Inhalt. Tolle Idee und super schön angerichtet. Ein paar verpackte Lebensmittel gibt es natürlich noch. Aber vieles von Nudeln über Kaffeebohnen bis hin zu Geschirrspühlmittel – kann hier selbst abgefüllt werden.

 

Supermarkt – Biocoop-Filliale

 

Supermarkt_Auswahl

Große Auswahl – im Bicoop kannst du deinen eigenen Verpackungen mitbringen.

 

Die Märkte: Auf jeden Fall einen Besuch einplanen!

In Straßburg gibt es am Wochenende selbstverständlich auch zahlreiche kleine Märkte. Wir hatten einem Markt in der Rue de le Douance mit angeschlossenem Trödelmarkt einen Besuch abgestattet und waren sehr begeistert. Urige Stände und zahlreiche Produkte aus der Region. Von Marmelade über Kartoffelpuffer bis hin zu üppigen Brot-, Käse- und Fleischständen und natürlich viel alte Möbel und Dekoartikel erwarten die Besucher. Auch wer nichts kaufen möchte, sollte mal über einen Markt schlendern. Vielleicht findet sich hier auch das eine oder andere Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Auf jeden Fall kommt man hier ganz schnell ins Gespräch mit den einheimischen Standbesitzern.

 

Die Sprache: Ganz entspannt

Ich erkundigte mich bei Ankunft, wie ich mich hier am besten sprachlich durchschlage. Im Idealfall spricht man natürlich Französisch. Wessen Schulkenntnisse etwas eingerostet sind, wie bei mir, dem kann ich empfehlen, die Basics auf Französisch zu klären und dann schnell zu fragen, ob jemand Englisch oder Deutsch spricht. Viele sprechen schon alleine wegen der Nähe zu Deutschland unsere Sprache. Manche Franzosen hören schnell raus, woher jemand stammt und switchen dann auch direkt zu einer anderen Sprache. Insgesamt wirst du in Straßburg viele verschiedene Sprachen hören. Viele junge Leute aus ganz Europa studieren in Straßburg und bleiben teilweise auch hinterher noch dort.

 

Die Stadtführung: Kostenlos – jeder gibt so viel er mag

Wir haben an einer kleinen Stadtführung teilgenommen, um die Stadt näher kennen zu lernen. Stadtführungen werden zum einen vom Tourismusbüro zum anderen von Happy Strasbourg angeboten. Die Führungen dieses Unternehmens finden von April bis Oktober, sowie im Dezember – zum berühmten Weihnachtsmarkt – statt. Es gibt fünf Touren und das besondere an Happy Strasbourg ist, sie sind alle kostenlos. Ein Trinkgeld wird jedoch gerne gesehen. Jeder gibt so viel er mag. Die Führungen werden in Englisch, Französisch und Spanisch angeboten. Deutsche Führungen gibt es leider noch nicht. Wir hatten uns für die Englische „Original Tour“ entschieden. In brütender Hitze erkundeten wir ca. eindreiviertel Stunden die Innenstadt. Unser Guide, ein junger Student, der nach dem Studium nicht aus Straßburg mehr weg wollte, war super. Er brachte viele spannende Geschichten, sehr anschaulich und unterhaltsam, rüber. Nebenbei merkten wir, dass er mindestens vier Sprachen beherrschte.  Die Geschichte Straßburgs ist sehr spannend – uns haben gerade die Ausführungen zur Architektur fasziniert. Ich kann euch die Teilnahme an so einer Stadtführung nur empfehlen. Die Guides machen das aus Leidenschaft zu der Stadt – das färbt spätestens zu diesem Zeitpunkt auf einen ab, wenn man nicht schon zuvor diese Stadt lieb gewonnen hat.

 

Schulgebäude

Schulgebäude

 

Mahnmahl

Mahnmahl

 

Wir hatten außerdem noch den 140 Meter hohen Turm des Straßburger Münsters erklommen. Ein bisschen Wartezeit und schon ging es die 332 Stufen hinauf. Von der Aussichtsplattform hat man einen traumhaften Ausblick auf Straßburg. Da hat sich das Treppensteigen auch wirklich gelohnt. Ein bisschen Kondition ist jedoch nicht schlecht. 😉 Auf der Plattform gibt es übrigens auch eine Anzeige, welches wichtige Gebäude was ist.

 

Straßburg_vom_Münster_2

Aussicht vom Straßburger Münster

 

Straßburg_vom_Münster

Aussicht vom Straßburger Münster 2

Fazit

Wie ihr wahrscheinlich schon rausgelesen habt, bin ich ganz begeistert von Straßburg. Eine sehr schöne gemütliche Stadt, die so nah an Deutschland liegt und doch ein ganz besonderes südliches Flair hat. Mein Tipp: Nehmt auf jeden Fall an einer Stadtführung teil. Ansonsten – einfach treiben lassen und das Schlemmen nicht vergessen. 🙂

 

Wir wünschen euch einen schönen Aufenthalt und freuen uns von euren Erfahrungen zu hören.

 

Von |2018-05-14T16:05:20+00:0014 Mai 2018|Blog, Reise-Tipps|0 Kommentare

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