Unser-App-Check: 5 Pollenflug-Apps im Test

///Unser-App-Check: 5 Pollenflug-Apps im Test

Es ist wieder soweit. Zum Leid vieler Allergiker startet bald die Pollen-Saison in die nächste Runde.

Wir haben das zum Anlass genommen, und uns die Vorhersage-Möglichkeiten näher angeschaut. Neben den altbekannten Pollenflugkalendern findet man auf Wetterportalen im Netz inzwischen auch Informationen zur Pollenflugvorhersage. Mit der Entwicklung der Technik hat sich in den letzten Jahren aber noch eine Neuerung aufgetan – Pollen-Apps!

Wer in seinem App-Store nach Pollenflug-Apps sucht, wird eine ganze Liste an Suchtreffen angezeigt bekommen. Aber was können diese überhaupt und wie hilfreich sind sie wirklich? Bekomme ich hier auch Vorhersagen für meinen nächsten Urlaub? Wir haben recherchiert und uns die fünf am häufigsten verbreiteten Apps auf dem deutschen Markt angeschaut. Hierzu zählen: Pollen, Pollenflug-Gefahrenindex, Pollen-Radar, Pollenflug-Vorhersage und Polleninfo. Alle sind kostenfrei.

Lass uns die Apps gemeinsam anschauen; wir haben alle fünf Apps auf Android Geräten getestet. Weitere Details kannst du auch der Tabelle entnehmen, die wir zusammen gestellt haben.

 

App 1: Pollen von screencode

Wer steckt dahinter?

Bei dieser App ist die Frage gar nicht so schnell zu beantworten. 5 Unternehmen haben die App gemeinsam ins Leben gerufen. Dazu zählen der Pollenwarndienst Österreich, die Stiftung Deutscher Polleininformationsdienst, der Deutsche Wetterdienst, MeteoSwiss und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Von diesen Institutionen erwartet man geballtes Wissen. Daher schauen wir, was sie daraus gemacht haben. Die App ist übrigens von ECARF ausgezeichnet worden.

Wie sind die ersten Schritte?

Bei Installation der App sind keine Zugriffs-Freigaben erforderlich. Der Nutzer kann im ersten Schritt Sprache und Land auswählen. Im Anschluss stehen die zutreffenden Allergene (insgesamt acht) zur Auswahl. Wer möchte, kann als nächstes den Allergiefragebogen ausfüllen. Nutzer sollten dennoch einen Arzt aufsuchen, wenn sie an Beschwerden leiden.

Welche Allergene werden angezeigt?

Die App stellt Daten zu folgenden acht Allergenen bereit: Ambrosia, Erle, Hasel, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß. Bei einigen Städten und den Prognosekarten sind jedoch nicht alle Allergene hinterlegt. Hierzu später mehr.

Für welche Regionen werden Daten übermittelt?

Die App ist in fünf Sprachen verfügbar und enthält Daten für folgende Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden sowie die italienische Provinz Südtirol.

Was bietet die App im Detail?

Die aktuelle „Tagesbelastung“ zeigt die prozentuale Pollenbelastung an. Die Daten hierfür werden aus den Pollentagebüchern der Nutzer errechnet. Ob diese Funktion wirklich notwendig ist, ist in Frage zu stellen.

Unter dem zweiten Menüpunkt „Belastung“ kann aus einer Liste von Städten ausgewählt werden, um sich die aktuelle Pollenbelastung anzeigen zu lassen. Die App fragt bei Eingabe der Stadt zusätzlich um Erlaubnis, auf den Standort des Geräts zugreifen zu dürfen. Wer dies ablehnt, wird schnell genervt sein, da die Nachfrage ständig wiederholt wird.

Der nächste Menüpunkt „Beschwerden“ dreht sich um das Pollentagebuch. Hier kann der Nutzer Eintragungen machen, wie es ihm am jeweiligen Tag ergeht. Um dies aufrufen zu können, ist es jedoch notwendig, sich zu registrieren. Die App erfragt dabei folgende persönliche Daten: Geschlecht, Alter, Geburtsmonat und E-Mail.  Die Angabe hinsichtlich betroffener Organe ist freiwillig. Der Registrierende kann außerdem wählen, ob er in Zukunft einen Newsletter und eine Erinnerungsmail – um die regelmäßigen Einträge nicht zu vergessen – erhalten möchte. Wer sich erfolgreich registriert hat, muss angeben wie es ihm oder ihr am heutigen Tag, inklusive Nennung der Symptome, geht, bevor ihm die allgemeine und persönliche Belastungsauflistung angezeigt wird. Für diejenigen, die ihre Symptome über längere Zeit beobachten wollen, nicht unpraktisch.

Es gibt zweierlei „Prognosekarten“. Eine für Europa. Hier können sechs Allergene ausgewählt und auf einer Karte angezeigt werden. Ein Vier-Tages-Diagramm zeigt des Weiteren die stündliche Verteilung der Pollenbelastung von einem der drei auszuwählenden Allergene an. Unterschiedliche Städte des deutschsprachigen Raumes stehen hierbei zur Auswahl.

Unser Fazit: Übersichtliche App von namhaften Institutionen, aber ohne Registrierung wenig hilfreich

Die App ist an sich sehr übersichtlich. Wir hatten große Erwartungen an den Inhalt. Schließlich stehen hinter der von ECARF zertifizierten APP namhafte Institutionen. Wir sind leider etwas enttäuscht. Zum einen sind nur Daten für acht Allergene enthalten. In einigen Bereichen sind es sogar noch weniger. Zum anderen beruft sich die Tagesbelastung auf Daten von registrierten Nutzern, die ihr Pollentagebuch hoffentlich anständig führen.

Eine Pollenvorhersage für die Folgetage ist leider nur innerhalb des Diagramms für ganze drei Allergene vorhanden. Wer die aktuelle Belastung für eine bestimmte Stadt angezeigt bekommen möchte, ist wahrscheinlich mehr als genervt, wenn ständige Nachfragen hinsichtlich GPS Ortung erscheinen. Wer mehr Details wünscht, kommt leider nicht umhin, sich zu registrieren. Nach Registrierung können im Pollentagebuch Symptome über längere Zeit erfasst werden – wem es hilft, warum nicht nutzen. Wir haben von der App wirklich mehr erwartet. Lediglich das Layout und die Europäische Prognosekarte bekommen von uns einen Pluspunkt.

 

App 2: Polleninfo von Bausch + Lomg

Wer steckt dahinter?

Dies ist etwas einfacher zu beantworten. Polleninfo heißt die App des Pharma-Unternehmens Bauch + Long. Sagt vielleicht nicht jedem etwas auf Anhieb – es handelt sich um den Hersteller, der auch das Heuschnupfenmedikament Vividrin vertreibt. Wer die App benutzt, wird das sicherlich auch nicht so schnell vergessen. Die App beinhaltet nämlich Vividrin Werbung. Es hält sich aber im Rahmen. Die Daten stammen von wetteronline.de und werden dreimal täglich aktualisiert.

Wie sind die ersten Schritte?

Bei Installation der App sind keine Zugriffs-Freigaben erforderlich. Wer möchte, kann sich bei App-Start die wichtigsten Funktionen erklären lassen. Die Einführung lässt sich aber auch überspringen.

Wer sich für den Exkurs entscheidet, hat wiederum die Wahlmöglichkeit, gleich ein Profil einzurichten oder dies später unter dem Menüpunkt „Profil“ zu erledigen. Im Profil wird nach der Heimatregion (Ort, PLZ oder GPS) und den Allergenen gefragt. Für jedes einzelne Allergen kann auf Wunsch ein Hatschi-Alarm – es ist tatsächlich ein Nies-Geräusch, da schaut man beim ersten Mal nicht schlecht aus der Wäsche 😉 – eingestellt werden. Auch die Entscheidung, ob in Zukunft direkt die Drei-Tages-Vorhersage bei Aufruf der App oder der übliche Startbildschirm angezeigt wird, kann hier eingestellt werden. Wer Fragen hat, einfach auf die kleinen „i“-Symbole tippen. Leider hat sich die App während des Tests einmal aufgehängt, so dass wir sie erst deinstallieren mussten, um sie dann wieder neu installieren zu können.

Welche Allergene werden angezeigt?

In der App werden für Deutschland die gleichen 14 Pollen-Allergene angezeigt, die auch die Hexal-App beinhaltet, nämlich: Ambrosia, Ampfer, Beifuß, Birke, Buche, Eiche, Erle, Gräser, Hasel, Pappel, Roggen, Ulme, Weide und Wegerich.

Für welche Regionen werden Daten übermittelt?

Die Pollenvorhersage ist leider nur für Deutschland integriert. Im Vergleich zu den anderen Apps hat Polleninfo aber zusätzlich Pollenflugkalender für folgende Länder in der App integriert: Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Portugal, Skandinavien, Spanien, Türkei und Ungarn.

Was bietet die App im Detail?

Die App von Bausch + Lomg beinhaltet eine Pollenflugvorhersage. Der Nutzer kann zwischen Tagesvorhersagen mit drei und sieben Tagen oben links in der Leiste wählen. Die Besonderheit der App ist, dass auch Feinstaub, Ozon und UV Index mit angezeigt werden. Die Abstufung erfolgt in beiden Fällen nach Farben von Weiß, für nicht vorhanden, bis Pink, für eine starke Verbreitung.

Unten in der Leiste, kann der Nutzer sich zusätzlich eine Deutschland-Karte anzeigen lassen. Hier heißt es, eines der 14 Allergene und den jeweiligen Wochentag (insgesamt für sechs Wochentage verfügbar) auswählen. Links, neben dem Symbol der Deutschlandkarte, befindet sich das Biowetter. Für wetterfühlige Menschen eventuell interessant. Das Koffer-Icon ganz rechts in der Leiste zeigt die bereits erwähnten Pollenkalender für 10 Reiseländer an. Nicht wundern, viele Länder sind in Nord und Süd unterteilt. Durch die unterschiedliche Vegetation der Länder variieren die angegeben Pflanzen natürlich.

Unser Fazit: Farbenfrohes Design, Pollenkalender für 10 Reiseländer und Luftdaten on top.

Polleninfo fällt durch sein blumiges Design und den aussagekräftigen Icons besonders auf. Es punktet aber auch mit einer übersichtlichen, leicht verständlichen Handhabung. Die App kommt sicherlich nicht nur bei der Frauenwelt, sondern auch bei pollengeplagten Jugendlichen gut an. Die integrierten Pollenkalender für zehn ausländische Destinationen helfen auch bei der Urlaubsplanung. Spezielle Vorhersagen für das nicht deutschsprachige-Ausland wären natürlich wünschenswert. Hier mangelt es aktuell aber leider noch bei allen Apps. Hervorzuheben sind bei Bausch + Lomg die Luftdaten für Feinstaub, Ozon und der UV-Index.

 

App 3: Pollenflug-Gefahrenindex vom Deutschen Wetterdienst

Wer steckt dahinter?

Hinter Pollenflug-Gefahrenindex verbirgt sich der Deutsche Wetterdienst in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienste. Letztere misst an 45 Stationen in Deutschland die Pollenkonzentration und wertet die Daten aus. Diese stellt sie dem Deutschen Wetterdienst zur Verfügung.

Wie sind die ersten Schritte?

Der App-Download war unkompliziert. Der DWD verlangt keinen Zugriff auf bestimmte Bereiche des Smartphones, wie es bei anderen Apps der Fall ist. Schon mal ein Pluspunkt. Nach dem Download erscheint die Gebietsauswahl. Der Nutzer kann zwischen Postleitzahl, Gebietsauswahl oder aktueller Positionseingabe per GPS wählen.

Welche Allergene werden angezeigt?

Die App beinhaltet Daten von acht verschiedenen Pollen-Allergenen. Hierzu zählen: Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia. Wer an einer anderen Pollenallergie leidet, muss sich leider nach einer anderen App umschauen.

Für welche Regionen werden Daten übermittelt?

Leider bietet die App nur Angaben über den Pollenflug in Deutschland. Auch hier heißt es für diejenigen, die verreisen wollen, lieber im Internet erkundigen.

Was bietet die App im Detail?

Schauen wir uns das Angebot der App etwas näher an. Es beinhaltet eine zweitägige Belastungsvorhersage für die acht zuvor genannten Allergene. Eine individuelle Einschränkung der Allergene ist bei der DWD-App leider nicht möglich. Durch die geringe Anzahl und die Tabellenform ist es dennoch übersichtlich und leicht leserlich. Die Allergenität wird in sieben Abstufungen von 0 für keine Belastung bis 3 für hohe Belastung  angegeben. Außerdem ist zusätzlich eine farbliche Abtrennung von grün bis rot unterhalb der Tabelle in der nicht zu übersehenden Legende erklärt.

In der Deutschlandkarte kann der Nutzer sich jeweils ein Allergen nacheinander anzeigen lassen. Das gleiche Prinzip findet der Nutzer auch unter dem Menüpunkt „Maps“. Hier ist eine Google Deutschland-Karte integriert. Großer Pluspunkt: Der Nutzer kann nach Belieben an seinen Aufenthaltsort heran zoomen. Auch bei den beiden Karten gibt es leider nur eine zweitägige Vorhersage.

Wer gerne mal einen Blick auf den Pollenflug aus den letzten Jahren werfen möchte, findet unter „Pollenflugstatistik“ eine Verlinkung zur Homepage des DWD. Hier können Interessierte in den Daten von 1997 bis heute stöbern.

Unser Fazit: Quadratisch, praktisch, gut. Keine großen Spielereien. Hier weiß man, woher die Daten kommen. Für Deutschland unser Tipp.

Die App ist unser Tipp für alle, die keinen unnötigen Schnickschnack benötigen. Sie ist zweckmäßig und punktet mit verlässlichen Daten. Die Gliederung in sieben Allergen-Stufen ist die genaueste von allen Apps. Die Google Karte mit der Zoom-Funktion bekommt von uns einen Daumen nach oben. Wem ein hübsches Design wichtig ist, ist bei dieser App an der falschen Adresse. Aber darauf kommt es ja auch nicht an. Schade ist, dass es sich leider nur um eine Zwei-Tages-Vorhersage, und dabei auch nur für Deutschland, handelt.

 

App 4: Pollenflug von Hexal

Wer steckt dahinter?

Die App Pollenflug wird vom Pharmazeutischen Unternehmen Hexal angeboten. Leider haben wir keine Infos finden können, woher die angegebenen Daten stammen.

Wie sind die ersten Schritte?

Nach dem Download erbittet Hexal um Zugriff auf Identität und Standort. Dafür gibt es von uns einen Minuspunkt. Nach dem Download erscheint leider keine Einführung, wie es bei anderen Apps der Fall ist. Mit ein bisschen Probieren ist das Prinzip aber schnell verstanden. Zu Beginn der App erscheint Hexal Werbung. Danach gelangt der Nutzer direkt zu der Pollenflugvorhersage. In der Leiste unter dem Symbol „i“ kann die Legende eingesehen werden. Rechts daneben gibt der Nutzer den Wunschort ein. Anfangs ist Berlin voreingestellt.

Welche Allergene werden angezeigt?

Hexal liefert Infos zu den gleichen 14 Pollen-Allergenen wie es auch Bausch + Long in ihrer Polleninfo-App tut. Hierzu zählen: Ambrosia, Ampfer, Beifuß, Birke, Buche, Eiche, Erle, Gräser, Hasel, Pappel, Roggen, Ulme, Wegerich und Weide.

Für welche Regionen werden Daten übermittelt?

Leider bietet die App genauso wie die Pollen-Radar und der Pollenflug-Gefahrenindex nur Daten zum Pollenflug in Deutschland. Wer außerhalb Deutschlands unterwegs ist, muss leider zu einer anderen App greifen oder sich die notwendigen Informationen aus dem Internet besorgen.

Was bietet die App im Detail?

Hexal bietet zum einen eine Pollenflugvorhersage für drei Tage in Tabellenform und eine Deutschlandkarte mit siebentägiger Vorhersage. Bei letzterer werden das jeweilige Allergen und der gewünschte Tag durch Scrollen ausgewählt. Eine sehr schöne, moderne Funktion. Der „Deutschland-Trend“ fasst den aktuellen Pollenflugtrend wörtlich kurz zusammen. So wirklich hilfreich ist das nicht. Im Menü können unter „Meine Pollen & Alarm“ die Allergene ein- und ausgestellt werden. Wer möchte, kann tägliche Push-Benachrichtigungen für den eingegebenen Ort erhalten.

Unser Fazit: Einige positive Aspekte, aber Transparenz bei den Daten fehlt.

Bei der App von Hexal ist etwas Ausprobieren gefragt. Aber das sollte kein Problem darstellen. Das Menü ist übersichtlich. Die Anzahl der enthaltenen Allergene – insgesamt 14 – bekommt von uns einen Pluspunkt. Die Deutschlandkarte mit Scrollfuktion erhält auch einen Daumen nach oben. Der Deutschland-Trend ist mal etwas anderes, aber so allgemein wenig hilfreich. Das was wir der App ankreiden ist der Zugriff auf die Identität des Smartphone-Nutzers bei Installation der App. Außerdem konnten wir keine Info finden, woher die Daten stammen. Und auch hier sind leider nur Daten für Deutschland vorhanden.

 

App 5: Pollen-Radar von Ratiopharm

Wer steckt dahinter?

Schon das Icon der App verrät, wer hier dahinter steckt. Es ist das Pharma-Unternehmen ratiopharm. Woher die Daten stammen, ist auch dieser App leider nicht zu entnehmen.

Wie sind die ersten Schritte?

Bei Installation möchte die App auf Standort, Fotos/Medien/Dateien des Nutzers zugreifen. Bei letzterem fragt man sich doch, warum das? Dafür gibt es einen Punkt Abzug. Auch bei ratiopharm heißt es ein bisschen ausprobieren. Eine Einweisung in die App fehlt auch hier. Mit etwas Probieren, sollte es aber klappen. Über so viele Funktionen verfügt die App ja nicht.

Welche Allergene werden angezeigt?

ratiopharm ist die App mit der umfangreichsten Anzahl von Pollen-Allergenen. Es sind insgesamt 15. Hierzu zählen: Hasel, Ambrosia, Ampfer, Beifuß, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Gräser, Pappel, Roggen, Ulme, Wegerich und Weide.

Für welche Regionen werden Daten übermittelt?

Leider sind auch hier nur Daten zu Deutschland vorhanden.

Was bietet die App im Detail?

Pollen-Radar verfügt über eine siebentägige Pollenflugvorhersage inkl. Angaben zu Temperatur, Windrichtung, Luftfeuchtigkeit, Sonnenauf- und untergang, sowie eine ausklappbare 6-Stunden-Wettervorhersage. Das bietet sonst keine der getesteten Apps. Hinter jedem Allergen ist ein „i“ abgebildet. Darunter erhält der Nutzer die wichtigsten Infos – von Blütezeit bis Kreuzallergien – zum jeweiligen Allergen.

In der orangefarbenen Leiste kann zwischen Ort, Postleitzahl oder GPS-Ortung gewählt werden. Unter „Einstellungen“ unten rechts können zutreffende Allergene ein- oder ausgestellt bzw. nach Schweregrad klassifiziert werden. Eine Einschränkung ist zu empfehlen. Ansonsten erscheinen alle Allergene in der Übersicht. Was der Sinn hinter der Empfindlichkeits-Einstufung ist, erschließt sich uns nicht wirklich. Vielleicht eher eine zusätzliche Info für den Pharma-Hersteller?

Links unten findet der Nutzer ein Kartensymbol. Die Deutschlandkarte zeigt die Verbreitung des jeweiligen Allergens an. Die Einstufung erfolgt in vier Stufen von grün bis rot.

Unser Fazit: App mit den meisten Allergenen und einer Wettervorhersage on top

ratiopharms Pollen-App ist die umfangreichste App hinsichtlich der Anzahl der Allergene. Ansonsten beinhaltet sie nur die wichtigsten Infos. Leider gibt es keine Aussage, woher die Daten stammen. Abheben tut sich die App durch die integrierte Wettervorhersage und die Einstufung der Allergie-Intensität. Bei Letzterem fragt man sich jedoch für wen diese Infos gedacht sind. An der individuellen Pollenvorhersage ändert dies nichts. Im Vergleich zu den Apps der anderen Pharma-Unternehmen gibt es einen Pluspunkt für ratiopharm. Sie beinhaltet keine Arzneimittel-Werbung. Der Zugriff auf Fotos/Medien und Dateien auf dem Smartphone hat aber einen seltsamen Beigeschmack.

 

Unser Fazit: 5 Pollenflug-Apps im Test

Es ist schwer, einen allgemeinen Sieger bei den Pollen-Apps zu küren, da hier mehrere Faktoren hineinspielen. Für den einen ist die eine App zu empfehlen, für jemand anderes kommt eine andere besser in Frage. Das hängt mit den individuellen Bedürfnissen an die App zusammen.

Zu Beginn der Analyse waren uns die Apps der Pharma-Unternehmen etwas suspekt. Jetzt, im Nachhinein, müssen wir aber darauf hinweisen, dass sie die meisten allergenen Pflanzen beinhalten. Wer allergisch auf ein Allergen reagiert, dass in den Apps „Pollen“ und „Pollenflug-Gefahrenindex“ gar nicht gelistet ist, dem bleibt gar nichts anderes, als auf eine andere App auszuweichen.

Uns hat die App „Pollenflug-Gefahrenindex“ des Deutschen Wetterdienstes gut gefallen. Die Daten sind verlässlich, und die App beinhaltet die wichtigsten Funktionen. Leider gibt es nur eine Zwei-Tages-Vorhersage, und lediglich Informationen für acht allergene Pflanzen. Für Deutschland können wir sie aber wärmstens empfehlen.

Die Apps der Pharma-Unternehmen Ratiopharm und Hexal sind umfangreicher als die des DWD. Hier wissen wir aber leider nicht, woher die Daten stammen.

Die „Pollen“-App hat uns leider etwas enttäuscht, obwohl namhafte Institutionen an ihr dran beteiligt sind. Auf den ersten Blick macht sie einen guten Eindruck. Mit der Zeit bemerkt man jedoch einige negative Punkte. Es gibt keine Pollenflugvorhersage für die kommenden Tage, das Pollentagebuch ist nur für registrierte erhältlich, und die ständige Nachfrage der App hinsichtlich Standortfreigabe nervt. Vorteil der App sind die Prognosekarten für Europa, die Wahl zwischen fünf Sprachen und Daten für insgesamt fünf Länder.

Wer hätte es gedacht, aber „Polleninfo“ vom Pharma-Unternehmen Bausch + Lomg schneidet bei uns gar nicht schlecht ab. 14 Allergene Pflanzen, Drei- und Sieben-Tages-Vorhersage, Pollenkalender für 10 weitere Länder, Pollen-Lexikon, Glossar. Feinstaub, Ozon und UV-Index werden zusätzlich mit angegeben. Die App hat eigentlich alles, was sie braucht und stellt das auf anschauliche und übersichtliche Weise dar ohne dabei auf große Informationen des Nutzers zuzugreifen. Mit der bisschen Werbung kann man wohl leben.

Leider müssen wir gerade in Hinblick auf das Reisen feststellen, dass es bei den Apps noch etwas hapert. Lediglich Pollen und Bausch + Lomg haben Informationen für ein paar Länder integriert. Hier macht es sicherlich am meisten Sinn, im Internet den Pollenflugkalender und die Vorhersage für das gewünschte Reiseziel zu Rate zu ziehen.

Von |2017-05-12T11:43:20+00:0017 Feb 2017|Blog, Vorgestellt|0 Kommentare

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