Unsere 10-Tipps: Pollensaison entspannt überstehen

///Unsere 10-Tipps: Pollensaison entspannt überstehen

Als ich neulich meine Kollegen fragte, wer an einer Pollenallergie leidet, meldete sich gleich das halbe Büro. In Wirklichkeit leiden ca. 16 Prozent der Bevölkerung an einer Pollenallergie. Bei uns scheint der prozentuale Anteil im Büro also doch ein wenig höher zu liegen.

Da die Pollensaison inzwischen wieder in die neue Runde gestartet ist, wollen wir uns heute noch einmal den Pollen widmen. Letzte Woche hatten wir bereits Pollenflug-Apps getestet. Heute wollen wir dir 10 hilfreiche Informationen mit auf den Weg geben, was du gegen Pollen unternehmen kannst und welche Maßnahmen zur Linderung deiner Beschwerden beitragen.

 

 

Punkt 1: Über Pollenflug informieren

Als erstes solltest du dich informieren, wann und wo die Pollen verbreitet sind, auf die du allergisch reagierst. Dein Arzt oder das Internet können dir hierbei behilflich sein. Am besten schaust du dir erst einmal die Pollenflugkalender für das ganze Jahr an. Zusätzlich kannst du auf zahlreichen Internetseiten oder in Apps die aktuellen Vorhersagen für deinen jeweiligen Ort anzeigen lassen.

 

Punkt 2. Heiße Tipps für die Wohnung

Es ist nicht einfach, den Pollen aus dem Weg zu gehen, aber es gibt einige Maßnahmen, die dir weiterhelfen können. Bei besonders starkem Pollenflug ist es empfehlenswert, sich in die Räumlichkeiten zurückzuziehen. Durch das Lüften dringen auch Pollen in unsere Wohnräume ein; es gibt aber einige Möglichkeiten, die Belastung so gering wie möglich zu halten. Hierzu zählen:

    • Feucht wischen: Durch das feuchte Wischen können Pollen beseitigt werden.
    • Pollenschutzgitter: Wer vermeiden möchte, dass die Pollen in das Haus gelangen, der kann auf Pollenschutzgitter für die Fenster zurückgreifen.
    • Allergenfilter: Bei Klimaanlagen kann ein sogenannter Allergenfilter mit eingebaut werden. Dieser sollte selbstverständlich regelmäßig gereinigt werden. Am besten einen Nicht-Allergiker darum bitten.
    • Richtig lüften: Lüften ist wichtig, aber nicht zu jeder Zeit. Die Pollenkonzentration variiert nämlich über den Tag verteilt. Es gibt eine Faustregel: Wer in ländlichen Gebieten lebt, sollte idealerweise abends zwischen 19:00 und 24:00 Uhr, und wer in städtischen Gebieten wohnt morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr lüften. Zu diesen Zeiten ist die Pollenbelastung besonders gering.

     

    Punkt 3. An der frischen Luft

    Wer möchte schon im Frühling oder Sommer daheim Sitzen? Wen es trotz Pollenallergie an die frische Luft zieht, sollte folgende Aspekte nicht außer Acht lassen, um die schönste Zeit des Jahres auch richtig genießen zu können.

    • Brille oder Sonnenbrille nicht vergessen: Eine Brille auf der Nase hilft, die Pollen etwas besser von den Augen fern zu halten. Kontaktlinsenträger sollten sicherheitshalber eine Brille dabei haben, da die Pollen die Augen reizen können. In Kombination mit Kontaktlinsen kann das sehr unangenehm sein.
    • Singing after the rain: Ein kleiner Spaziergang gefällig? Das ist gerade nach längeren Regenfällen, die mindestens 15 Minuten andauern, zu empfehlen. Die Pollenbelastung in der Luft fällt nach Schauern nämlich geringer aus. Perfekte Zeit für Pollenallergiker, mal richtig durchzuatmen.
    • Der Garten: Wer an einer Gräserallergie leidet und einen Garten zu Hause hat, sollte am besten einen lieben Menschen bitten, der sich darum kümmert, dass der Rasen immer schön kurz geschnitten Vom selber mähen ist abzuraten. Hier hat man also einen guten Grund, sich zu drücken. 😉
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    Punkt 4. Die Kleidung

    Zurück zu Hause sollten die getragenen Kleidungsstücke direkt in die Waschmaschine. Wer nicht jeden Tag waschen mag, kann die Kleidung draußen auch abbürsten. Vielleicht ist ein netter Nicht-Allergiker im Haus, der das bereit ist zu übernehmen. Auf jeden Fall sollten die getragenen Klamotten nicht mit in das Schlafzimmer genommen werden, damit die Pollen sich gar nicht erst ausbreiten können.

    Auch wenn das sonnige Wetter einlädt, die gewaschene Kleidung in den Garten oder auf den Balkon zu hängen, können wir Pollenallergikern hiervon nur abraten. Bitte lieber drinnen trocknen lassen, dann können die Pollen sich nicht an die frische Kleidung anheften.

     

    Punkt 5. Die Körperpflege

    Nach dem die getragenen Kleidungsstücke in die Waschmaschine gelandet sind, heißt es duschen und Haare waschen, bevor es ins Bett geht. So soll vermieden werden, dass sich Pollen im Bett verteilen.

    Wer eine Nasendusche hat, kann diese gerne verwenden. Sie ist in Apotheken und inzwischen auch in Drogeriemärkten erhältlich. Das Durchspülen der Nase trägt zur Beseitigung der an der Nasenschleimhaut befindlichen Pollen bei.

     

    Punkt 6. Das Auto pollensicher machen

    Nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Auto können einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

    • Pollenfilter: Ein Pollenfilter – auch bekannt als Klimafilter – ist zu empfehlen. Er sorgt für die Säuberung der Außenluft. Wenn du schon einen hast, ist das sehr gut. Er sollte aber auch regelmäßig ausgetauscht werden. Der ADAC empfiehlt den Austausch jährlich bzw. alle 15.000 Kilometer. Allergikern wird sogar ein halbjährlicher Austausch empfohlen.
    • Lüftung aus – Fenster geschlossen: So hart es im Sommer klingen mag, Pollenallergiker sollten aber lieber die Lüftung aus lassen, solange das Auto über keinen Pollenfilter verfügt. Damit keine pollenhaltige Luft ins Innere des Fahrzeuges eindringen kann, sollten auch die Fenster geschlossen bleiben.

     

    Punkt 7. Freizeitbeschäftigung

    Leider hat der Pollenflug auch Auswirkungen auf die Freizeitgestaltung von Pollenallergikern.

    • Sport: Bei starkem Pollenflug solltest du dich lieber in Räumen aufhalten und keinen anstrengenden Sport an frischer Luft betreiben. Durch das kräftigere Einatmen beim Sport würden sonst größere Mengen an Pollen aufgenommen werden. Wer sich dennoch betätigen möchte, dem ist das Fitness-Studio oder der Heimtrainer in den eigenen Räumlichkeiten zu empfehlen.
    • Entspannung: Aber auch die Entspannung darf in der Freizeit nicht fehlen. Wie wäre es mit einem Besuch in der Sauna oder einem Dampfbad? Die Symptome fallen hier normalerweise schwächer aus, da die Pollenbelastung in diesen Räumlichkeiten geringer ist. Einige empfehlen auch Besuche im Hallenbad. Hier gehen die Meinungen aber etwas auseinander, da gechlortes Wasser Heuschnupfen Symptome verstärken kann.

     

    Punkt 8. Zum Wohle unserer Gesundheit

    Unser Körper ist ein hochkomplexes System, das jeden Tag zahlreichen Einflüssen und Stoffen ausgesetzt wird. Was sollten wir hinsichtlich der Pollenallergie beachten?

    No Smoking: Empfehlenswert ist es, Tabakrauch zu meiden. Einige Pollenallergiker verspüren eine Verstärkung ihrer Beschwerden, wenn Tabakrauch in der Luft liegt.

    Aufgepasst bei Lebensmitteln: Vorsicht ist bei manchen Lebensmitteln geboten. Einige Pollenallergiker leiden nämlich zugleich an einer Allergie gegen bestimmte Lebensmittel. In diesem Fall wird von einer Kreuzallergie gesprochen. Meistens sind gerade die Pollenallergiker von einer Kreuzallergie betroffen, die gegen Frühblüher allergisch sind. D. h. Menschen, die auf Birke, Erle und Hasel reagieren, vertragen oft keine Äpfel, Pfirsiche, Birnen, Pflaumen, Kirschen und Mandeln.

  • Punkt 9. Medizinische Tipps

    Manchmal helfen leider alle klugen Ratschläge nichts. Dann bleibt einem der Besuch eines Arztes nicht erspart.

    • Der Allergietest: Wenn du dir nicht sicher bist, an welcher Pollenallergie du leidest, solltest du auf jeden Fall einen Allergietest machen. Manchmal meinen Allergiegeplagte an einer Pollenallergie zu leiden, die Symptome sind aber auch bei anderen Allergien recht ähnlich. Also am besten, du vereinbarst einen Arzttermin und lässt einen Allergietest machen. Dann weißt du genau, worauf du in Zukunft zu achten hast.
    • Medikamente nicht vergessen: Für den Fall, dass Deine Pollenallergie dich zu sehr plagt, solltest du immer ausreichend Medikamente mitführen. Bitte sprich hierzu deinen Arzt an.
    • Hyposensibilisierung: Wen die Pollenallergie zu sehr plagt, kann über eine Hyposensibilisierung nachdenken. Bitte sprich hierzu deinen Arzt an. Bei einer Hyposensibilisierung wird die Ursache der Allergie bekämpft. Im Genauen bedeutet das, dass unser Körper an die Substanz gewöhnt wird, auf die er allergisch reagiert. Die Behandlung kann über Spritzen, Tropfen oder bei einer Gräserpollen-Allergie auch in Tablettenform erfolgen. Ein bisschen Geduld ist jedoch gefragt. Die Behandlung dauert nämlich in der Regel drei Jahre.

     

    Punkt 10: Einfach in der Zeit in den Urlaub verschwinden

    Wer die Nase von den Pollen gestrichen voll hat, plant am besten, seinen Urlaub in die heimatliche Haupt-Pollenflugzeit zu legen. Aber Achtung, gerade in unseren Nachbarländern ist die Vegetation sehr ähnlich. Schau dir am besten die Pollenflugkalender für dein Wunsch-Urlaubsziel vor der Buchung an. Küstenferne Inseln und das Hochgebirge über 2.000 Meter Höhe sind empfehlenswerte Urlaubsorte. Aber auch eine Hochseekreuzfahrt kann entspannend sein. Hierbei aber aufgepasst, Landgänge können wiederum Beschwerden auslösen, sollten die allergenen Pflanzen auch hier verbreitet sein.

  • Unser Fazit: Der Mix macht’s!

    Wir haben dir 10 hilfreiche Tipps gegeben. Es ist natürlich empfehlenswert, so viele wie möglich zu berücksichtigen. Ganz werden wir den Pollen leider nicht aus dem Weg gehen können, aber wenn wir durch einige Maßnahmen die Symptome lindern können, ist das schon viel Wert.

    Hier noch einmal das Wichtigste kurz zusammengefasst:

    • Pollenflugkalender und aktuelle Vorhersagen studieren
    • Zur richtigen Zeit lüften – auf dem Land abends – in der Stadt morgens!
    • Spazieren gehen nach dem Regen
    • Brille nicht vergessen!
    • Kleidung, Körper und Haare gleich waschen. Keine getragene Kleidung im Schlafzimmer!
    • Pollenfilter im Auto einbauen. Sonst Lüftung ausschalten und Fenster geschlossen halten.
    • Indoor-Sport bei starkem Pollenflug.
    • Tabakrauch meiden.
    • Frühblüher-Allergiker – Vorsicht mit Lebensmitteln!
    • Allergietest und Notfallmedikamente nicht vergessen!

    Wir wünschen allen eine stressfreie Pollenzeit!

    Mehr Infos und geeignete Unterkünfte für deinen nächsten pollenfreien Urlaub findest du hier.

     

Von | 2017-05-22T14:31:04+00:00 24 Feb 2017|Blog, Vorgestellt|0 Kommentare

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