Wien – eine Stadt für Vegetarier, Veganer, Menschen mit Unverträglichkeiten und alle Normalos

///Wien – eine Stadt für Vegetarier, Veganer, Menschen mit Unverträglichkeiten und alle Normalos

Reisebericht Wien

Heute habe ich wieder einen neuen Tipp für euch. Wir waren über Ostern in Wien. Eine schöne Stadt, die viel zu bieten hat – egal ob für Paare oder Familien.

 

Die Hotelauswahl – zweckmäßig sollte es sein

Unser Hotel hatten wir ein paar Wochen vorher gebucht. Wir brauchten nichts Besonderes, Hauptsache zentral. Unsere Entscheidung war schlussendlich auf das Motel One Wien-Staatsoper gefallen  – sehr zentral gelegen und man weiß was man bekommt. Die Zimmer der Motel One Hotels sehen meistens ähnlich aus. Modernes Design, Sauberkeit und ein gutes Preis- Leistungsverhältnis sind die großen Pluspunkte. Für Hausstauballergiker wäre unser Zimmer ungeeignet gewesen, da Teppich, Vorhänge und Zierkissen vorhanden waren. Frühstück wird in den Motel One Hotels auch angeboten, beinhaltet jedoch keine warmen Speisen. Lebensmittelallergiker oder Veganer sollten lieber außerhalb frühstücken – hier hat Wien aber einiges zu bieten. Wir waren mit dem Motel One an der Oper vollkommen zufrieden. Das Service-Personal war sehr freundlich und wir hatten zum Glück ein sehr ruhiges Zimmer gehabt. Es war kein Geräusch von irgendwoher zu vernehmen.

Der Prater – der Jahrmarkt Wiens ist  im Sommer auf jeden Fall ein „muss“

Wir hatten zu Beginn unserer Städtereise eine Fahrt in dem historischen Riesenrad auf dem Prater gemacht. Kleiner Tipp: Sehr zu empfehlen. Macht es aber lieber bei Tage. Abends finden in einigen Gondeln Candellight-Dinner statt und dann wartet man schon mal etwas länger am Boden oder in der Luft. Ansonsten habt ihr von dort oben einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Nach der Fahrt sind wir über den Prater – eine Art Jahrmarkt, der das ganze Jahr über geöffnet hat –  geschlendert. Im Sommer und bei gutem Wetter ist hier sicherlich viel los. Zahlreiche Fahrgeschäfte, Fressbuden und Restaurants warten auf die Besucher.

Hop-on-Hop-off – eine Stadtrundfahrt darf nicht fehlen

Eine Stadtrundfahrt finde ich für den Anfang immer hilfreich, um einen Überblick über eine Stadt zu bekommen. In Wien gibt es dafür zwei große Unternehmen – einmal BIGBUS und einmal die Hop-on-Hop-off-Tour von Vienna Sightseeing. Wir hatten uns für letzteres entschieden. Du kannst zwischen einem 24-, 48- oder 72-Stunden Ticket wählen und damit sechs angebotene Strecken abfahren. Die Rote führt durch die Innenstadt und gibt dir einen guten Überblick. Auch wenn du nicht viel Zeit hast, diese solltest du auf jeden Fall mitnehmen. Von der blauen Tour über die Donau waren wir etwas enttäuscht – die Stopps an den Haltestellen waren recht lang. Schön ist sicherlich die Tour vorbei am Schloß Schönbrunn, dafür hatten wir leider nur nicht mehr die Zeit.

Museen en mass – Museen gibt es reichlich in Wien

Wien verfügt über zahlreiche Museen. Wir haben uns vor unserem Städtetripp überlegt was wir uns unbedingt anschauen wollen. Das ist definitiv zu empfehlen, gerade für diejenigen, die nur ein paar Tage in Wien zur Verfügung haben. Klar war für uns, dass wir dem Mozarthaus einen Besuch abstatten werden. Für Wien-Besucher ein „muss“. Das Muesum befindet sich in einem Wohnhaus, in dem einst Mozart drei Jahre lang gelebt hatte. Uns hat es sehr gut gefallen. Neben dem Audioguide für Erwachsene gibt es auch einen speziellen Audioguide für Kinder. Das Museum von Sigmund Freud war auch interessant – ist von der Technik aber noch nicht auf dem neuesten Stand. Hier erhält der Museumsbesucher die Infos noch in einem Heft zum selber-lesen.

Schönbrunn – ein Touristenmagnet

Nicht nur für Familien ist der Tiergarten Schönbrunn in Wien zu empfehlen. Am besten du verbindest das direkt mit der Besichtigung des Schlosses Schönbrunn – dann brauchst du die Strecke nur einmal zu fahren. Die Pandas sind das Highlight des Zoos, dementsprechend tummeln sich hier auch die Besucher. Wir waren positiv überrascht was die Gehege anging, zum Glück größer und natürlicher als in vielen anderen Tiergärten.

Abendveranstaltungen in Wien – bitte rechtzeitig buchen

Abendveranstaltungen gibt es in Wien normalerweise reichlich – zu Ostern war es jedoch etwas ruhiger was das Angebot anging. Wer ein musikalisches Erlebnis mitnehmen möchte, sollte dies unbedingt tun. Wir waren in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn. Sehr schöne Räumlichkeit und wir haben auch noch kurzfristig Karten erhalten. Zahlreiche Guides von Vienna Sightseeing verkaufen die Tickets übrigens auch direkt auf der Straße – wir haben hier noch einen kleinen Nachlass erhalten. Tickets gibt es natürlich auch an der Touristeninfo Albertinaplatz. Alternativ finden in Wien auch in den großen Kirchen unterschiedliche Musikveranstaltungen statt. Hierfür waren wir aber leider schon zu spät – die Vorstellungen waren bereits ausgebucht. Am besten du buchst deine Wunschveranstaltung schon einige Wochen vor deiner Anreise, dann hast du noch eine große Auswahl und brauchst dich vor Ort auch nicht um Karten zu kümmern.

Restaurants & co. – Schlemmen auch für Veganer, Vegetarier und Menschen mit Unverträglichkeiten

Für das Leibliche Wohl hat Wien natürlich auch allerlei zu bieten. Wer bei der Ernährung nicht wählerisch sein muss, findet zahlreiche Restaurants und Cafés zum Schlemmen in Wien. Kleiner Tipp: Geht lieber in die Seitenstraßen, da gibt es ein paar ganz schnuckelige Cafés, die meist aber nicht so viele Sitzplätze anbieten – daher ist hier etwas Geduld und Flexibilität gefragt. Wir hatten leider keinen Erfolg einen Platz im „Kleinen Cafe“ am Franziskanerplatz zu ergattern. Wer gerne lange in der Schlange steht, sollte dem berühmten „Café Sacher“ einen Besuch abstatten – uns war es zu touristisch und die Wartezeit definitiv zu lang.

Zünftig essen kann man gut in Wien. Für Vegetarier und Veganer sind die üblichen Restaurants aber eher weniger geeignet. Wir hatten vorher ein bisschen recherchiert und sind dabei auf die Seite von Veganblatt gestoßen. Hier gibt es eine bunte Auswahl an Restaurants mit veganem und vegetarischem Frühstücksangebot. Werft doch mal vorab ein Blick darauf – mit einer Reservierung seid ihr auf der sicheren Seite. Wir hatten uns das yamm! am Universitätsring rausgesucht. Wir waren etwas überrascht, da am Ostersonntagmorgen nicht viel los war, aber es füllte sich mit der Zeit. Das Restaurant ist modern und bunt eingerichtet und das Essen sehr zu empfehlen. Das Bild unseres Frühstücks seht ihr in der Vorschau. Aber auch das Buffet, das ab ca. 11:00 Uhr darauf wartete gestürmt zu werden, sah so verlockend aus – wir waren aber leider schon satt. Definitiv ein Tipp von uns für den ganzen Tag.

Abends hatten wir uns einmal für ein asiatisches und einmal für ein italienisches Restaurant entschieden. Hier ist meistens etwas für Veganer, Vegetarier und Menschen mit Laktoseunverträglichkeit dabei. Beeindruckt war ich im asiatischen Restaurant von dem extra Einleger zu den 14 Allergenen direkt am Anfang der Menükarte, dass es kein Besucher übersehen konnte. Herausgeber der Übersicht war übrigens die Wirtschaftskammer Kärnten. Hut ab, davon könnten sich auch einige Institutionen und Restaurants in Deutschland eine Scheibe von abschneiden.

In der Nähe des Schloss Schönbrunn hatten wir durch Zufall einen Italiener entdeckt. Wir hatten leider nicht mehr so viel Zeit bis zur Abendvorstellung, da wir mit dem U-Bahn-Ersatzverkehr fahren mussten und so gingen wir in das erste Restaurant was wir von der U-Bahn Station Schönbrunn sahen. Gut, dass wir spät dran waren, sonst wären wir hier vermutlich nicht gelandet. Die Pizzen sind sehr zu empfehlen. Für Menschen mit Laktose- und Glutenunverträglichkeit leider nicht geeignet, aber geschmacklich super. Für Familien gibt es auch Riesenpizzen. Für die Veganer und Vegetarier – mein Salat war ok, das Pizzabrot hat es aufgepeppt. Selbstverständlich gibt es aber natürlich auch die üblichen italienischen Pasta-Gerichte, die auch für Veganer und Vegetarier geeignet sind.

Öffentliche Verkehrsmittel – ganz easy

Zum Abschluss noch einen kleinen Tipp. Mit U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen kommt man in Wien überall ganz gut hin. Wir hatten uns die rote „Vienna City Card“ besorgt. Damit waren die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und viele Rabattaktionen inklusive gewesen. Die weiße Karte beinhaltet die öffentlichen Verkehrsmittel nicht, dafür aber die Hop-On Hop-Off Tour und ebenfalls Rabatte in unterschiedlichen Museen und Restaurants.

 

Unser Fazit: Eine sehr schöne Stadt. Wir wären gerne noch zwei Tage länger geblieben, hat die Stadt doch wirklich viel zu bieten. Das Naturhistorische Museum und auch die eine oder andere Tour hätten uns noch sehr interessiert. Beim nächsten Mal dann, denn es war sicherlich nicht unser letzter Besuch in Wien. 🙂

Mit ein bisschen Vorabrecherche werden sicherlich auch Allergiker, Menschen mit Unverträglichkeiten und Veganer einen schönen Urlaub in Österreichs Hauptstadt verbringen. Kleiner Tipp: Wer zeitlich flexibel ist und Touristenmassen vermeiden möchte, sollte Wien lieber außerhalb der Feiertage besuchen.

Wir wünschen euch einen schönen Aufenthalt und freuen uns von euren Erfahrungen zu hören.

 

Von | 2018-04-06T16:46:59+00:00 6 Apr 2018|Blog, Reise-Tipps|0 Kommentare

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