Glutenintoleranz2017-05-22T13:04:39+00:00

Reisen mit Glutenintoleranz

Einführung: Glutenunverträglichkeit – Ursachen und Beschwerden

Bei der Zöliakie (auch bekannt als Glutenunverträglichkeit oder Glutenintoleranz) führt die Aufnahme glutenhaltiger Produkte (Gluten ist das Speicherprotein des Weizens) zu einer chronischen Entzündung des Dünndarms. Die Erkrankung ist bereits 1888 erstmals beschrieben worden und im Bereich des Magen-Darm-Trakts durch einen Blähbauch, Verdauungsstörungen, weichen, hellen Stuhlgang und Durchfall gekennzeichnet. Bevor eine richtige Diagnose und Behandlung möglich war, starben ca. die Hälfte der betroffenen Kinder an der Erkrankung. Mögliche Symptome der Glutenintoleranz sind z.B. auch ein unklarer Eisenmangel, chronische Bauchschmerzen, Verstopfung, Kleinwuchs, Zahnschmelzdefekte, Kopfschmerzen (bis hin zu Migräneanfällen), Konzentrationsschwierigkeiten und z.B. unklar erhöhte Leberwerte etc.

Was ist Gluten?

Dabei handelt es sich um ein Klebereiweiß, das in verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel oder Einkorn enthalten ist. Gluten kommt in Brotsorten, Nudeln und Pizzateig, aber auch in Fertigprodukten und Gewürzmischungen vor; selbst in Zahnpasta, Medikamenten und Haushaltsutensilien findet es sich. Gluten wird in der Lebensmittelindustrie häufig eingesetzt und z.B. zur Teigbindung verwendet. Inzwischen gibt es jedoch eine recht gute Auswahl an Ersatzprodukten, die frei von Klebereiweiß sind. Hierzu zählen u.a. Getreidearten wie Hirse, Mais, Reis, Quinoa, Buchweizen und Amaranth. Viele Lebensmittel werden inzwischen mit dem Siegel für Glutenfreiheit – der durchgestrichenen Ähre – oder dem Wort „glutenfrei“ gekennzeichnet. Dies vereinfacht den Einkauf für Betroffene wesentlich. Durch Mitgliedschaft in der Selbsthilfegruppe der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft können Betroffene wichtige Informationen erhalten. Den Kontakt zur Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. finden Sie unter „Sonstiges“ – „Wichtige Adressen“.

 

Auf Reisen: Urlaubs-Tipps für Zöliakie-Betroffene

Auch wenn man es geschafft hat, sich im Alltag an die Umstände anzupassen, ist es gerade auf Reisen schwierig, die Ernährungsbesonderheiten einzuhalten. Nachfolgend finden Sie einige Tipps für Ihre nächste Urlaubsreise:

  • Hotels: Es gibt inzwischen einige Hotels, die sich auf Ernährungsbesonderheiten ihrer Gäste eingestellt haben und glutenfreie Gerichte generell oder auf Nachfrage anbieten. Informationen hierzu finden Sie i.d.R. immer in den Hotelbeschreibungen oder auf der Homepage der Unterkunft. Sollten Sie sich mal unsicher sein, ob ein entsprechendes Nahrungsangebot in Ihrem Wunschhotel vorhanden ist, sprechen Sie einfach Ihr Reisebüro, den Reiseveranstalter oder das Hotel direkt an.
  • Selbstversorgung: Suchen Sie sich doch eine Unterkunft, in der Sie selbst eine Küche zur Verfügung haben. Lebensmittel können Sie bei Anreise mit dem Auto problemlos von zu Hause mitnehmen oder informieren Sie sich vorab, wo sich der nächstgelegene Supermarkt oder das nächste Reformhaus in der Nähe Ihrer Unterkunft befinden, die entsprechende Nahrungsmittel anbieten.
  • „Snack für den Notfall“: Nehmen Sie doch einen kleinen Snack von zu Hause mit (z.B. glutenfreie Müsli-Riegel o.ä.). Oft fühlt man sich etwas beruhigter, gerade wenn die Umgebung neu ist und man noch nicht genau weiß, was man wo bekommt. Dann können Sie ganz in Ruhe und ohne Magenknurren die nähere Umgebung erkunden.
  • Flugreisen: Auf kürzeren Flugreisen ist es schon mal möglich, auf die Nahrungsaufnahme zu verzichten, bei längeren Reisen wird dies hingegen oft schwierig. Bei einigen Fluggesellschaften können Sie im Voraus entsprechendes Essen für an Zöliakie leidende Passagiere bestellen. Erkundigen Sie sich daher bitte rechtzeitig vor Ihrem Flug bei der jeweiligen Airline. Viele Fluggesellschaften haben auch ausführliche Informationen zu den Sondermahlzeiten auf ihren Homepages.
  • Glutenfreie-Karte: Auf der nachfolgenden Seite können Sie sich kostenlos eine Karte downloaden, die Ihnen in Ihrem Urlaubsland bei der Essensbestellung hilft. Die Karte ist in 54 Sprachen erhältlich. Wer möchte, kann eine Spende an die Herausgeber leisten. Hier geht es zu der Seite:
Alternativ können Sie mit Hilfe des Europäischen Verbraucherzentrums hier Ihre eigene Allergiekarte erstellen:
  • Recherche: Erkundigen Sie sich im Vorhinein, z.B. beim Tourismusverein Ihrer Urlaubsdestination, ob dort eine Aufstellung von Restaurants mit glutenfreien Speisen vorliegt oder sogar Empfehlungen gegeben werden können.

Empfohlene Hotels bei Glutenintoleranz

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